Wasserbauch

  

Wasserbauch Beim Wasserbauch kommt es zu Wassereinlagerungen im Bauchraum. Diese Wasseransammlungen, auch Ödeme genannt, können schwach bis stark ausgeprägt sein. Das medizinische Fachwort für einen stark ausgeprägten Wasserbauch ist: Aszites.

Selbstverständlich ist nicht jede Vergrößerung des Bauchumfangs ein Aszites. Meistens entsteht ein vergrößerter Bauch durch vermehrtes Bauchfett, Blähungen, eine große Mahlzeit oder andere eher harmlose Ursachen. Ein Aszites tritt nur selten auf.

Ein Wasserbauch kann ganz verschiedene Ursachen haben, die von ungefährlich bis lebensbedrohlich reichen. Hier nur die wichtigsten Ursachen für einen Wasserbauch.

Wasserbauch durch Hormonschwankungen

Häufig kommt es zu einem leichten Wasserbauch durch ein hormonelles Ungleichgewicht, insbesondere bei Frauen. Solch ein Hormon-Ungleichgewicht tritt vor allem in den Tagen vor der Periodenblutung auf. Aber auch eine länger andauernde Östrogen-Dominanz kann zu einem leichten Wasserbauch führen. Solch eine Östrogen-Dominanz kommt besonders häufig in den ersten Jahren der Wechseljahre vor. Auch die Einnahme der Pille kann bei manchen Frauen zu einem leichten Wasserbauch führen.

So ein hormonell bedingter Wasserbauch ist nicht gefährlich.

Bei so einem leichten Wasserbauch spricht man nicht von einem Aszites, es ist sozusagen ein Ödem im Bauchraum.

Bei einem hormonell bedingten leichten Wasserbauch kommt es zu einer leichten Schwellung des Bauches, vor allem im Unterbauch. Diese Schwellung ist nicht auffällig, man kann sie mit dem Zentimetermaß messen, wenn man einen Vergleichswert von nicht geschwollenen Tagen hat. Enge Hosen können auch anzeigen, dass man einen leichten Wasserbauch hat, denn es ist schwieriger sie zu schließen.

Bei so einem hormonell bedingten Wasserbauch hilft es meistens schon, ein paar Tage abzuwarten, denn dann verschwindet er häufig von selbst. Wenn man unter länger anhaltendem hormonellen Ungleichgewicht leidet, hilft es, das Ungleichgewicht zu behandeln. Dann verschwindet nicht nur der leichte Wasserbauch, sondern auch andere Beschwerden wie Kopfschmerzen, Reizbarkeit usw. Behandlungsmöglichkeiten für Östrogen-Dominanz sind beispielsweise: Yoga, viel bewegen, ausreichend Wasser trinken usw.

Wasserbauch durch Leberschaden

Durch eine kranke Leber kann es zu einem ausgeprägten Wasserbauch kommen. Dies geschieht vor allem bei einer Leberzirrhose. Weil bei einem Leberschaden das Blut nicht schnell genug durch die Leber fließen kann, kommt es zu einer Stauung in der sogenannten Pfortader. Durch diese Stauung wird Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins umgebende Gewebe gedrückt. Wenn das über einen längeren Zeitraum passiert, kann der Wasserbauch recht groß werden, sodass die Zunahme des Baumumfangs sehr deutlich wird.

Insofern ist ein Wasserbauch durch einen Leberschaden eine gefährliche Angelegenheit, weil der Leberschaden gefährlich ist. Daher gehört der leberbedingte Wasserbauch unbedingt in ärztliche Behandlung. Die Behandlung erfolgt dann entsprechend der genauen Ursache.

Wasserbauch durch Unterernährung

Durch lang andauernde Mangelernährung kann es zu einem starken Wasserbauch kommen. Dies geschieht vor allem durch den Eiweißmangel, der meistens mit einer Unterernährung einhergeht.

Dadurch kommt es zu teilweise extram dicken Bäuchen bei magerem Restkörper. Man spricht dann auch vom Hungerbauch.

Unterernährung gibt es nicht nur in sehr armen Ländern und bei Hunger-Katastrophen. Auch bei Magersucht oder Krankheiten der Nahrungsverwertung kann es zu Unterernährung mit Hungerbauch kommen. Manche Menschen ernähren sich auch so unausgewogen, dass es trotz ausreichender Nahrungsmenge zu einem Eiweißmangel kommt. Auch dann kann ein Hungerbauch entstehen.

Bei einem Hungerbauch muss natürlich vor allem der Unterernährung entgegengewirkt werden. Je nach Ursache geschieht dies durch Bereitstellung der notwendigen Nahrung oder durch die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung.

Andere Ursachen für einen Wasserbauch

Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Wasserbauch führen können.

Dazu gehören:

  • Pfortader-Thrombose
  • Hepatitis
  • Rechtsherzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Panzerherz
  • Krebs des Bauchfells
  • Darmkrebs
  • Magenkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Pankreas-Krebs (Bauchspeicheldrüsen-Krebs)
  • Leberkrebs
  • Bauchfellentzündung (Peritonitis)
  • Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pankreatitis)
  • Gefäßentzündungen (Vaskulitis)
  • Tuberkulose
  • Chlamydien
  • Nephrotisches Syndrom
  • Morbus Crohn
  • Colitis Ulcerosa
  • Zöliakie
  • Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose)

Was tun?

Wann zum Arzt: Bei unerklärlichen Wassereinlagerungen im Bauchraum

Schulmedizin: Behandlung je nach Ursache. In schweren Fällen operatives Ablassen des Wassers.

Hinweis

Ein ausgeprägter Wasserbauch (Aszites) muss unbedingt ärztlich behandelt werden!

Homöopathische Mittel gegen Wasserbauch

Folgende homöopathische Mittel werden gegen Wasserbauch angewendet:



Werbung:

Mittel-Auswahl

Wählen Sie ein Mittel gegen Wasserbauch, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Lesen Sie dazu die einzelnen Mittelbeschreibungen durch und entscheiden Sie anhand der Arzneimittelbilder wie Erscheinungsbild, Verschlimmerungen, Verbesserungen und körperliche Symptome.

Wenn keines der Mittel genau passt, entscheiden Sie sich für das Mittel, das am ehesten in Frage kommt.


Anwendung und Dosierung

Bei selbst ausgewählten homöopathischen Mitteln eignen sich die Potenzen D6 und D12. Manche Mittel werden auch in besonders niedrigen Potenzen von D1 bis D4 angewendet.

Von den niedrigen Potenzen nimmt man dreimal täglich folgende Mengen ein:

  • Tropfen: 5 bis 20 Tropfen
  • Tabletten: 1 Tablette
  • Globuli: 5 Globuli
Mehr Informationen über die Anwendung von homöopathischen Mitteln finden Sie im Bereich:

Siehe auch:

Bei unserem Partnerprojekt Gesund.org finden Sie weitere Infos über Wasserbauch: