Risiken der Homöopathie


  

Risiken durch homöopathische Mittel

Von homöopathischen Mittel ab der Potenz D4 und darüber gehen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine Risiken aus.

Folgende Hinweise sollte man jedoch beachten:

  • Alkoholiker sollten keine Tropfen einnehmen
  • Kleinkinder sollten keine Tropfen einnehmen
  • Menschen mit Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit) sollten keine Tabletten und Pulver einnehmen

Giftige Niedrigpotenzen (Urtinktur bis D3)

Manche homöopathische Mittel werden aus giftigen Ausgangssubstanzen hergestellt, beispielsweise der tödlich giftige Eisenhut (Aconitum) oder das giftige Arsen (Arsenicum).

Solche Mittel sind aufgrund ihrer Giftigkeit bis einschließlich D3 verschreibungspflichtig.

Wenn man über solche Mittel verfügt, sollte man sie streng nach Anweisung des Arztes anwenden.

Andernfalls kann man schwere Vergiftungen davontragen, denn auch wenn es sich um homöopathische Mittel handelt, können in Potenzen bis einschließlich D3 genügend Giftstoffe wirksam sein, um Schäden zu verursachen.

Das gilt jedoch nur für Mittel aus giftigen Ausgangssubstanzen.

Bie ungiftigen Ausgangssubstanzen braucht man keine Angst vor Urtinkturen und niedrigen Potenzen haben. Diese wirken jedoch eher im allopathischen Sinne als im homöopathischen. Es handelt sich also je nach Ausgangssubstanz um Pflanzenheilkunde oder chemische Medikamente.

Gefahr durch Unterlassung

Vor allem die klassische Homöopathie lehnt schulmedizinische Behandlung ab.

Diese Ablehnung resultiert zum grossen Teil aus der Ablehnung Hahnemanns der damaligen ärztlichen Methoden.

Zur Zeit Hahnemanns wurden Kranke nämlich durch Aderlässe, Abführmittel und hochgiftige Mittel zusätzlich zu ihrer Krankheit noch mehr geschwächt. Viele Patienten fanden nicht durch ihre Krankheit, sondern durch die drastischen Behandlungsmethoden den Tod.

Diese alten Behandlungsmethoden hat Hahenemann zu Recht abgelehnt.

Auch heutzutage gibt es schulmedizinische Behandlungen, die dem Kranken eher schaden als nützen.

Aber es gibt vor allem im Bereich der Akutmedizin sehr viel mehr schulmedizinische Behandlungen, die Leben retten können, beispielsweise bei Unfällen, Herzinfarkten, Schlaganfällen oder hochakuten bakteriellen Infektionen.

Der erfahrene und weltoffene Homöopath weiß, wann es Zeit ist, einen Kranken in notärztliche Hände zu übergeben.

Es gibt aber auch manche Homöopathen, die zwar die homöopathischen Arzneimittelbilder sehr gut kennen, die aber die Schulmedizin vehement ablehnen und auch bei medizinischen Notfällen eine schulmedizinische Behandlung ablehnen. Daher können solche Homöopathen manchmal auch nicht zwischen homöopathischen Symptomen und lebensbedrohlichen Erkrankungen unterscheiden, weil ihnen das schulmedizinische Wissen fehlt oder absichtlich abhanden gekommen ist.

In solchen Fällen kann es zu ernsthaften Gesundheitsschädigungen bis hin zum Tod kommen, wenn man nicht oder zu spät medizinische Hilfe in Anspruch nimmt.

Hier ist auch der gesunde Menschenverstand der Patienten gefragt, dass sie sich im Ernstfall auch gegen den Rat eines Homöopathen an einen kompetenten Arzt wenden.

Missverstandene Erstverschlimmerung

Die Erstverschlimmerung, die aus Sicht der Homöopathie ein gutes Zeichen dafür ist, dass das richtige Mittel gefunden wurde, kann vor allem in akuten Krankheitssituationen manchmal keine echte Erstverschlimmerung, sondern eine ernsthafte Verschlimmerung des Krankheitsgeschehens sein.

Beispielsweise wenn eine Lungenentzündung zunächst mit leichter Atemnot einhergeht, die nach einer homöopathischen Behandlung zu schwerer Atemnot wird, dann kann das bedeuten, dass die Schwere der Lungenentzündung zunimmt.

Wenn man in einem solchen Fall zu lange abwartet und sich über die Erstverschlimmerung "freut", kann das im Extremfall den Tod des Patienten zur Folge haben.

Merke: Eine Erstverschlimmerung sollte nur wenige Stunden andauern und keine lebensbedrohlichen Formen annehmen.

Im Zweifelsfall gilt: Arzt zu Hilfe rufen!

Siehe auch:


Disclaimer

Der Besuch dieser Seite kann nicht den Arzt ersetzen.

Suchen Sie bei unklaren oder heftigen Beschwerden unbedingt einen Arzt auf!

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